Indische Pfautaube

Herkunft: Jahrhundertealte, asiatische Rasse, 1590 in Indien beschrieben.
  Aus den USA in Deutschland eingeführt, 1976 anerkannt.
   
Gesamteindruck: Kräftige, kompakt wirkende, vollfedrige Taube, mit leicht aufgerichteter 
  Körperhaltung. Hals aufrecht getragen sowie leicht trichterförmiger, nicht ganz senkrecht getragener Schwanz und
  kurzer Fußbefiederung, mit Spitzhaube oder kleiner Muschelhaube.
Rassemerkmale:  

 

  Kopf: In Proportion mit dem Körper voll und gerundet, mit  Spitzhaube oder kleiner  Muschelhaube.
 
Augen: Bei weißem Kopf dunkel, sonst orangefarbig, perlfarbig  oder
dunkel. Augenrand schmal und glatt, je nach Farbenschlag, hell bis dunkel.
 
Schnabel: Mittellang, fleischfarbig bei Weißen,  Gelben, Roten, Agathe, DeRoy,
Schildigen und Farbenschwänzen, hornfarbig bei
Dunfarbigen, Blaufahlen, Blaufahl-Gehämmerten und
Spiegelschwänzen, Vielfarbigen, Kite und Golddun, schwarz bei Blauen und Schwarzen. Warzen relativ klein und glatt.
 
  Hals: Mittellang und kräftig aus dem Rumpf hervortretend, Haltung von Kopf und Nacken so senkrecht, dass die Augen sich gerade über den Zehenspitzen befinden, darf nicht zittern.
     
  Brust: breit und voll gerundet; Flügelbüge gut eingebaut.

 

  Rücken:Breit,  knapp mittellang. Bei korrekter Haltung und Schwanzlage, Abstand zwischen Kopf und Schwanz etwa 4 cm ( 1 1/2")
     
  Flügel:Unter dem Schwanz getragen, den Boden nicht berührend.
     
  Schwanz: Groß, rund, lückenlos, aufgerichtet mit etwas Neigung nach hinten gehalten, leicht
    trichterförmig getragen,  etwa dreiviertel eines Kreises bildend; den Kopf 4-5 cm (11/2-2") überragend. Stützkissenfedern stabil, fast senkrecht getragen, den Schwanz stützend.

 

Läufe: Mittellang, alle Zehen ganz auf dem Boden stehend, kurze Fußbefiederung mit Geierfedern, die Zehen bedeckend.
 
  Gefieder: Glatt, nicht weich; breite Federn, besonders die Schwanzfedern.
     
Farbenschläge:
  Einfarbige: Weiß, Schwarz, Dun, Rot,   
    Gelb, Blau,ohne oder mit   schwarzen Binden
    Blaugehämmert,
    Blaufahl,ohne  oder mit dunklen Binden Blaufahlgehämmert,
    Milky, Vielfarbig, Kite, Golddun, Agathe in Rot und Gelb, DeRoy

 

  Spiegelschwänze: Rot und Gelb

 

  Farbenschwänze: Schwarz, Rot, Gelb, Blau

 

  Weißschwänze: Schwarz, Dun Rot, Gelb, Blau,ohne oder mit schwarzen Binden
   Blaugehämmert Blaufahl,ohne oder mit dunklen Binden Blaufahlgehämmert

 

  Schildige:Schwarz, Dun, Rot, Gelb, Blau,ohne oder 
    mit schwarzen Binden,
    Blaugehämmert, Blaufahl,ohne oder mit dunklen Binden,
    Blaufahlgehämmert

 

  Gescheckte: Schwarz, Dun, Rot, Gelb, Blau,ohne oder mit schwarzen Binden, Blaugehämmert, Blaufahl,ohne oder mit dunklen Binden, Blaufahlgehämmert, Milky

 

Farbe und Zeichnung:

Alle Farben gleichmäßig, satt bzw. rein. Vielfarbige haben auf creme- bzw. mandelfarbigem Grund, möglichst gleichmäßig verteilt, Sprenkel und Federn in verschiedenen Farben. Handschwingen und Schwanz sind cremefarbig bis weißlich, mit schwarzen oder mandelfarbigen Sprenkeln, bzw. Längsstreifen. Die Zeichnung wird mit dem Alter dunkler. Täubinnen sind stets schwächer gezeichnet als Täuber.
Die Farbe Kite ist schwarzdunkel mit mehr oder weniger starkem Bronceglanz in Hals und Brust, sowie Bronceeinlagerungen in Schwingen und Schwanz.
Bei Golddun ist die Farbe aufgehellt mit gelblichem Anflug auf der Brust,der sich bis in das Bauchgefieder fortsetzt. Die Schwingen- und Fächerfedern sind an den Schäften gelblich angelaufen. Die Agathe sind einfarbig, bzw. mit mehr oder weniger Weiß durchsetzt, ohne festgesetzte Zeichnung. Die Handschwingen und Fächerfedern werden farbig verlangt; die Federschäfte sind weiß angelaufen. Bei DeRoy ist die Grundfarbe orangegelb, mit z.T. mahagonifarbenen Spritzern oder Flecken, gelegentlich mit mehr oder weniger Weiß durchsetzt. Schwingen- und Fächerfedern sind meist heller gefärbt. Spiegelschwänze mit breiter, durchgehender weißer Schwanzbinde. Farbenschwänze möglichst mit farbigem, Weißschwänze möglichst mit weißem Ober- und Unterkissen. Schildige mit 7-12 weißen Schwingen. Gescheckte sollen fleckenartige Zeichnung mit einer Verteilung von möglichst 1:1 haben. Tauben mit nur einigen weißen oder farbigen Federn
gelten nicht als gescheckt.
 

Grobe Fehler:

Zu kleiner oder zu großer Körper; zu hoch getragene Brust; Kopf zu weit nach hinten getragen; Zitterhals; Schwanz zu
nah am Boden, oder zu weit nach vorne geneigt; zu trichterförmiger Schwanz, Schwanz weniger als dreiviertel eines
Kreises; lückenhafter Schwanz; Drehfedern, nackte Zehen bzw.
zu große Fußbefiederung. Grobe Farb- und Zeichnungsfehler.
 

Bewertung:

Gesamteindruck -- Körperform, -haltung und -größe. Schwanzform -haltung und -größe.  -- Hals und Kopfpunkte --
Stand und Fußbefiederung  -- Farbe und Zeichnung.
 
Ringgröße:  10